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01.05.2018 | 10:00 Uhr

Bis heute für den Müll / Tag der Lebensmittelverschwendung: Alle Lebensmittel, die bis 2.Mai produziert werden, landen in der Tonne.

Berlin (ots) - Berlin, 01.05.18: Der 02. Mai markiert den Tag im
Jahr, ab dem die für Deutschland produzierten Nahrungsmittel nicht
mehr auf den Müll landen, sondern endlich verwertet und tatsächlich
genutzt werden. Mit dem "Tag der Lebensmittelverschwendung" will die
Naturschutzorganisation WWF symbolisch verdeutlichen, dass wir in der
Bundesrepublik fast ein Drittel des aktuellen Verbrauchs von
Lebensmitteln ungenutzt verschwenden. Einer WWF-Analyse zufolge
entspricht das Volumen allein in Deutschland jährlich rund 18 Mio.
Tonnen.

"Umgerechnet sind alle Nahrungsmittel, die wir in den ersten vier
Monaten von 2018 produziert haben, auf dem Müll gelandet", sagt Tanja
Dräger de Teran, WWF-Referentin für Landwirtschaft. Da sich die
Bundesregierung aber lautstark zu dem Ziel bekenne, die
Lebensmittelverluste bis 2030 zu halbieren, müsste der symbolische
"Tag der Lebensmittelverschwendung" damit eigentlich jedes Jahr um
mehrere Kalendertage nach vorne rutschen. Doch das ist nicht der
Fall, so die Kritik: "Seitens der Bundespolitik hat es in der
Vergangenheit viele Ankündigungen gegeben. Aber bis heute fehlt es an
einer fundierten Erfassung der Lebensmittelverluste. Damit ist es
auch nicht möglich nachzuweisen, ob überhaupt und was konkret
erreicht worden ist. Wir brauchen endlich eine abgestimmte nationale
Strategie zur Verminderung von Lebensmittelverlusten, die klare und
verbindliche Zielvorgaben vom Produzenten über die
Lebensmittelindustrie bis hin zum Handel und der Gastronomie
erarbeitet."

Laut WWF werden jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftliche
Fläche bewirtschaftet, nur um die darauf angebauten Produkte wieder
zu wegzuwerfen. Hinzukommen unnötig freigesetzte
Treibhausgasemissionen in Höhe von 48 Mio. Tonnen. Bereits heute
könnt wir auch ohne den Einsatz neuer Technologien 10 der 18
Millionen Tonnen Lebensmittelverluste vermeiden - etwa durch ein
verbessertes Management entlang der Wertschöpfungskette,
nachhaltigere Marketingstrategien und veränderte Konsumgewohnheiten.
"Eine Ende der Lebensmittelverluste, ist aktiver Umwelt- und
Klimaschutz", so Dräger de Teran.

- WWF-Studie "Das große Wegschmeißen":
https://www.wwf.de/dasgrossewegschmeisse

- Bundesländervergleich:
www.wwf.de/bundeslaendervergleich-lebensmittelverschwendung



Pressekontakt:
WWF Deutschland
Pressestelle
Roland Gramling
Tel. 030-311 777 425
Mobil: 0151-18 85 4980
roland.gramling@wwf.de

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Quelle: http://www.presseportal.de

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